19. Januar 2012

Mehr Kontrolle für Lebensmittel aus dem Internet

Der Lebensmittelhandel im Internet gewinnt an Fahrt. Der Umsatz mit Nahrungsmitteln im Internet liegt nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bei jährlich 150 bis 170 Millionen Euro. Auch sogenannte Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Laut einer Online-Befragung des Marktforschungsinstituts IPSOS kauft fast jeder zweite Deutsche (47 Prozent) mehrmals im Monat Nahrungsmittel mit gesundheitlichem Zusatznutzen.

 Nun schlägt der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure Alarm.  „Jeden Tag tauchen neue Firmen mit neuen und dubiosen Produkten im Internet auf“, berichtet der Bundesvorsitzende Martin Müller.

 Die Verbraucherzentrale hat rund 70 Produkte, die schlank, fit, stark und potent machen sollen unter die Lupe genommen. „Das Ergebnis war abenteuerlich“, bilanziert Projektleiterin Angela Clausen. „Jedes dritte exotische Power-, Potenz- und Schlankheitsmittel enthielt illegale und hochgradig gesundheitsschädliche Substanzen.“

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert  eine koordinierte, effiziente und schlagkräftige Überwachung von Lebensmitteln. Die hierbei entstehenden Kosten könnten in Form einer Gebühr für die regelmäßige Überwachung - ähnlich wie die TÜV-Prüfung beim Auto - auf die Anbieter umgelegt werden.

Quelle: www.vzbv.de

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